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Was bedeutet es eigentlich, wirklich zu geben? (2)

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit


Vor Kurzem habe ich darüber geschrieben, dass wir Menschen, die wenig haben, oft das geben, was wir selbst nicht mehr brauchen.

Alte Kleidung.Übriggebliebenes.Dinge, von denen wir uns ohnehin trennen wollten.

Und Menschen, die bereits viel besitzen, schenken wir das Beste.

Dieser Gedanke hat für mich einen sehr persönlichen Hintergrund.

Wir waren selbst in Kenia. Wir haben diese Kinder kennengelernt. Wir waren vor Ort. Und wir unterstützen sie bis heute.

Das Foto hier ist keine Stockaufnahme und keine anonyme Geschichte aus dem Internet.

Es ist eine Aufnahme von einem unserer Besuche beim Child of Mercy Children’s Home in Likoni bei Mombasa.

Dort bekommen Kinder, die teilweise Vernachlässigung, Armut oder den Verlust eines stabilen familiären Umfelds erlebt haben, nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf. Die Einrichtung kümmert sich um Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung und vor allem um Bildung und langfristige Perspektiven. childofmercychildrenshome.org

Und genau dort versteht man plötzlich, wie relativ unsere Vorstellung von „viel“ und „wenig“ ist.

Was für uns ein Restaurantbesuch, ein neues Kleidungsstück oder irgendein spontaner Einkauf ist, kann an einem anderen Ort einen ganz konkreten Unterschied machen.

Aktuell werden laut der Einrichtung insgesamt 32 Kinder und junge Menschen unterstützt – 17 leben vor Ort, weitere 15 werden nach ihrer Reintegration in Familien und Gemeinschaften weiterhin begleitet. Mehr als 100 Kinder wurden seit der Gründung unterstützt. childofmercychildrenshome.org

Aber ich möchte mit diesem Beitrag nicht nur sagen:

„Bitte spendet.“

Ich möchte noch etwas anderes sagen:

Fahrt hin, wenn ihr die Möglichkeit habt.

Schaut euch an, was hinter diesen Bildern steckt.

Sprecht mit den Menschen.Lernt die Kinder und die Arbeit vor Ort kennen.Verbringt Zeit dort.

Denn Helfen verändert nicht nur das Leben desjenigen, der etwas bekommt.

Es verändert auch den Blick desjenigen, der gibt.

Das Child of Mercy Children’s Home empfängt nach eigenen Angaben ganzjährig Freiwillige. Man kann vor Ort wohnen, am Alltag teilnehmen und sich mit den eigenen Fähigkeiten einbringen. Die Unterkunftsbeiträge der Freiwilligen fließen laut Einrichtung vollständig in den Betrieb des Kinderheims. childofmercychildrenshome.org

Wer nicht nach Kenia reisen kann, kann trotzdem ganz konkret helfen. Die Einrichtung finanziert sich über Unterstützung und Spenden und nennt derzeit unter anderem Lebensmittel, Trinkwasser, Strom, Hygiene, medizinische Versorgung und Bildung als laufende Bedarfe. childofmercychildrenshome.org

Vielleicht bedeutet Großzügigkeit nicht, das abzugeben, was wir nicht mehr brauchen.

Vielleicht bedeutet sie, bewusst etwas von dem zu teilen, was für uns selbst einen Wert hat – mit Menschen, von denen wir nichts zurückerwarten können.

Und manchmal beginnt das mit einem erstaunlich kleinen Schritt.

Und wenn ihr wirklich wissen wollt, wem ihr helft: Fahrt hin. Wir haben es getan.


 
 
 

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Grünes Brett

IRINA KIPENS 

Krisenmanagement | Coaching

Dietrichstrasse 1,  D-54290 Trier 

Kontakt: irina@kipens.de

Termine: +49 176  240 406 49

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